Kanada, Japan und Frankreich erfolgreich bei den German Open im Synchronschwimmen
Bonn (sk) Aus aller Welt kamen sie nach Bonn und verwandelten das Frankenbad für einige Tage in eine Hochburg des Synchronschwimmens: Bei den 21. German Open, einem der hochkarätigsten internationalen Synchronschwimm-Wettkämpfe, verzauberte die Weltelite der Synchronschwimmerinnen die zahlreichen Zuschauer mit athletischen Spitzenleistungen – verpackt in Choreographien, die die Schwerkraft außer Kraft zu setzen schienen.
Insgesamt 19 Nationalmannschaften von allen Kontinenten nahmen an den German Open teil, die der Internationale Schwimmverein (ISV) Bad Godesberg vom 5.-7. März für den Deutschen Schwimmverband (DSV) ausrichtete: Armenien, Australien, Österreich, Weißrussland, Bulgarien, Kanada, Tschechei, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Griechenland, Japan, Kasachstan, Malaysia, Schweiz, Slowakei, Schweden, Usbekistan und Venezuela.
Für den DSV, der mit seiner Jugendmannschaft antrat, waren die German Open ein wichtiger Test, dem noch der Internationale Jugend-Länderkampf in Düsseldorf im April folgen wird, bevor es im Juli zu den Jugend-Europameisterschaften in Tampere/Finnland geht. Bundestrainerin Tatiana Reich und Teammanager Udo Lehmann zeigten sich zufrieden mit den Leistungen ihrer Mannschaft, die in der Kombination den 5. Platz belegte. „Das war ein Meilenstein“, so Reich im Anschluss an die Veranstaltung, „wir haben eine sehr junge Mannschaft, und es war wichtig, dass wir die Schweizer hinter uns lassen konnten.“
Die erste Finalentscheidung fiel am Samstagnachmittag: Kanada überzeugte in der Kombination mit einer anspruchsvollen und zugleich unterhaltsamen Kür sowohl Wertungsrichter als auch Publikum und gewann Gold vor Griechenland und Großbritannien. Die Siegerehrung wurde vom Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch vorgenommen, der sich von der Leistung der Sportlerinnen faszinieren ließ. Nimptsch, der auch Schirmherr der German Open ist, überreichte den Siegerinnen außerdem den „Löwen von Bonn“, den neuen Ehrenpreis der Stadt.
Am Sonntagnachmittag konnte Kanada auch den Teamwettkampf für sich entscheiden, mit sicherem Abstand vor Frankreich und Griechenland.
Die Goldmedaille im Solo ging an Yumi Adachi aus Japan, im Duett gewannen die Französinnen Apolline Dreyfuss und Chloe Willhelm. Die vielseitigste Mannschaft kam aus Griechenland: In allen Wettkampfen standen die Griechinnen auf dem Siegerpodest, einmal auf dem zweiten Platz und dreimal im Bronzerang.
Der ISV Bad Godesberg bedankt sich bei der Stadt Bonn, insbesondere beim Sport- und Bäderamt sowie beim Team des Frankenbades, deren tatkräftige Unterstützung einen wertvollen Beitrag für das Gelingen der Veranstaltung geleistet hat.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
Kombination: 1. Kanada (92,6625 Punkte), 2. Griechenland (88,4750), 3. Großbritannien (87,0750)
Solo: 1. Yumi Adachi, Japan (90,8125 Punkte), 2. Jenna Randall, Großbritannien (88,8125), 3. Despoina Solomou, Griechenland (87,8625)
Duett: 1. Apolline Dreyfuss und Chloe Willhelm, Frankreich (89,6000 Punkte), 2. Jenna Randall und Olivia Allison, Großbritannien (89,5125), 3. Despoina Solomou und Eleni Georgiou, Griechenland (88,1375)
Team: 1. Kanada (91,5375 Punkte), 2. Frankreich (88,9125), 3. Griechenland (87,5625)
Die German Open im Synchronschwimmen wurden bereits zum 21. Mal vom ISV Bad Godesberg ausgerichtet und haben einen festen Platz sowohl im Bonner Sportkalender als auch im internationalen Wettkampfkalender der Synchronschwimmerinnen. Sie sind der einzige Synchronschwimm-Wettkampf für Nationalmannschaften in Deutschland.








